Montag, 18. August 2008

Kennst du den gereizten Gutachter?

Firmen verbringen viel Zeit damit, Probleme zu lösen, die sie nicht weiterbringen sondern nur geschäftig halten.

Beispielsweise entspricht die Corporate Identity nicht mehr dem neusten Design-Trend - sie wird überarbeitet. Die internen Verrechnungsmodelle werden überarbeitet, da sie nicht mehr den individuellen Bedürfnissen der Bereiche gerecht werden. Die Vision wird aufgepeppt, weil sie nicht wirklich gelebt wird und ungenügend kommuniziert ist. Es wird restrukturiert, weil dies schon lange nicht mehr geschehen ist. Vertraut?

Dann kennts du den gereizten Gutacchter, der lauthals schreit: "Diese Idee kommt jetzt zum x-ten Mal!" - warum ist er das Problem nicht längst angegangen? - Es könnte das richtige sein.

Freitag, 8. August 2008

Ambulanz kopieren verboten!

Der Spielgel-Schriftzug der Ambulanz ist das Resultat von denkenden Menschen! Er kann ohne weiteres im Rückspiegel des vorausfahrenden Wagens gelesen werden, fördert die Rücksichtnahme und kann lebensrettend sein. - Perfekte Umsetzung einer Idee!

Allerdings: kopieren verboten! Diese Woche habe ich wieder einmal einen Firmenwagen gesehen, der dieses Prinzip für seine eigene Firma angewendet hat. Der Firmennamen war vorne in Spiegelschrift aufgeklebt. Als entgegenkommender Verkehrsteilnehmer war es mir nicht möglich, den Namen zu entziffern. - Pech für die Firma! Bleibt nur zu hoffen, dass die dem Firmenwagen vorausfahrende Person ein potenzieller Kunde gewesen ist. Ansonsten wäre es sinnvoller, den Firmennamen der deutlich höheren Anzahl entgegenkommender Fahrzeuge zu präsentieren. - Also keine Spiegelschrift.

Das Ideenmanagement kann dazu dienen, die sinnlos kopierte Ambulanz-Idee (im übertragenen Sinne, versteht sich) im eigenen Unternehmen aufzudecken.

Montag, 16. Juni 2008

(Er-)finde die Backspace-Taste

Stell dir vor, auf deiner Computer-Tastatur fehlt die Backspace- (Korrektur-) Taste. Wie schnell und kreativ wärst du tatsächlich am PC, wenn sie nicht verfügbar wäre?

Konkret ermöglicht die Backspace-Taste Buchstaben, Worte, Sätze, Konzepte, Strategien und sogar Visionen zu korrigieren - sprich sie trägt zur Entwicklung von Neuem bei. Fehlte sie, fehlten ebenso die Dynamik, Geschwindigkeit und Flexibilität der Schreiberin oder des Schreibers. Es wäre sogar besser überhaupt nichts mehr zu schreiben, denn nur dadurch könnten Fehler vermieden werden.

Eine Nullfehler-Kultur lähmt also nicht nur das Schreiben mit Tastatur sondern im Übertragenen Sinne das gesamte Unternehmen. Lass Fehler zu - zumindest dort, wo sie der Weiterentwicklung dienen.

Fehlt die Backspace-Taste, erfinde sie. Solltest du sie nicht kennen, kannst du davon aus gehen, dass sie jemand aus der Belegschaft kennt.

Montag, 2. Juni 2008

Kreativität predigen und trotzdem Wein schenken

Wenn ich bedenke, dass die High Society der Kreativitätsverantwortlichen deutscher und internationaler Unternehmen an der Internationalen Jahrestagung für Ideenmanagement "Ideen machen Zukunft - Schätze heben" in Essen teilgenommen haben, bin ich erstaunt, wie gewöhnlich professionell die Tagung daher kommt.

Als kreative Schöpfungen sind mir lediglich die Umbenennung der Workshops in "Vertiefungsthemen" und die erfrischende Erneuerung des dib-Logos augefallen. Ansonsten präsentiert sich die Tagung seit Jahren unverändert, Referenten bieten keine kreativen Formen der Präsentationen und als Dankeschön erhalten sie immer noch die altbewährte teure Weinflasche nett verpackt.

Auch der DIA (dib Ideen Award) ist keine wirkliche Kreativleistung sondern ein reines Minimieren der Verschwendung (überflüssige Buchstaben weglassen). Symbolträchtiger wäre beispielsweise die Taufe eines Sterns im Sinne einer astronomischen Leistung und einem Blick für das Weite.

Wenn wir Ideenmanager Veränderung predigen und Diskussionen über festgefahrene Management-Teams und unflexibles Verhalten in Unternehmen führen, können wir es uns dann leisten, selbst kein bisschen anders zu sein?

Die dib-Tagung zum Ideenmanagement muss Kreativität zeigen und fördern und darf deshalb keine klassische Form einer Tagung sein (wie jede andere). Wie wäre es beispielsweise, gemeinsam im Wald Hütten zu bauen und die Workshops am lauschigen Bach zu erleben? Warum nicht ein Wellnesshotel in den Bergen chartern und in den verschiedenen Bädern die Tagungsinhalte präsentieren? Auch ein OBI-Markt könnte sich als Tagungsort bestens eignen. Auch auf einem Grossbauernhof tagen, würde "anders" bedeuten.

Vergessen wir nicht, dass Ideenmanagement - wie es in Unternehmen heute verstanden wird - laufend die positive Veränderung sucht und Unternehmen dank der Kreativität der Mitarbeitenden optimierte und neue Wege beschreiten. - Sollte dieser Geist nicht zuallererst bei den Verantwortlichen für dieses Thema stattfinden - nämlich bei Ihnen und mir?

Samstag, 17. Mai 2008

Nicht der eigenen Idee Vortritt geben!

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter drehen sich im Kreis. Solange sich ihr tägliches Umfeld nicht bewegt, haben auch sie keinen Grund, sich zu bewegen. Sie wälzen immer dieselben Probleme und äussern ihren Unmut über andere und Anderes.
Erst der bewusste Umgang mit der Kreativität der Mitarbeitenden - also Ideenmanagement im eigentlichen Sinne - durch Vorgesetzte und Entscheidungsträger bewirkt eine Veränderung.
Ideen müssen gewollt und abgeholt, Geistesblitze und Inspirationen erkannt und weiterentwickelt und schliesslich als kleine oder grössere Initiativen zu Verbesserung und Innovation im Unternehmen umgesetzt werden.
Umsetzen bedeutet Kontrolle über Bewährtes loslassen, unbekanntes Terrain betreten und schliesslich einer anderen als der eignen Idee Vortritt geben. - Wer kann das schon?

Freitag, 9. Mai 2008

NAVYBOOT braucht auch eins!

"Sie haben die Tasche N7933 braun aus der Serie New York zur Reparatur eingeschickt. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass bei uns keine Möglichkeit besteht, die Tasche an den defekten Stellen neu einzufärben. Wir haben keine Mittel dafür.
Ihre Kundin könnte vielleicht in einer Papeterie oder in einem Bastelgeschäft Farbe besorgen und versuchen selbst den Schaden zu beheben. Das ist nur ein Vorschlag! Von unserer Seite aus wird dafür aber keine Haftung übernommen.
In er Beilage erhalten Sie die uns eingesandte Damenhandtasche zu unserer Entlastung zurück."

Stammte diese Hersteller-Rückmeldung nach einer Reparatur-Anfrage wegen leicht zerkratzten Leders nicht von NAVYBOOT, wäre ich nicht überrascht. Doch das Unvermögen eine professionelle Lösung zu finden und sich der Verantwortung vollends zu entziehen spricht eher für ein Billigmarkendasein als für eine Firma, die sich mit Exklusivität brüstet.

NAVYBOOT braucht dringend auch ein Ideenmanagement!

Donnerstag, 8. Mai 2008

Wovon andere nur träumen ...

Auf www.sutdisurf.ch/google führt Thomas Hanan durch den Standort von Google in Zürich.


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Google setzt in die Tat um, wovon andere träumen. Verwundert nicht, dass das Top-Unternehmen damit Erfolg hat und einzigartig ist. - Wie sehen die Kreativräume in deinem Unternehmen aus?

Wie sich Google selbst darstellt: