Dienstag, 17. Februar 2009

Wie weit bringt die Prämiendiskussion das Ideenmanagement?

Der Begriff "Ideenmanagement" erfährt heute eine massive Verzerrung. Nicht, dass dies Besorgnis erregend wäre. Allerdings geschieht die Verzerrung ohne das Zutun der eigentlichen Profis - also den designierten Ideenmanagerinnen und Ideenmanager, die das klassische Vorschlagswesen weiterentwickelt haben.

Kreativ und innovativ sein ist heute trendig und wer es nicht ist, hat wenig zu melden. Firmen lassen sich vom Silicon Valley inspirieren und streben nach innovationsgetriebenen Unternehmenskulturen. Jede Innovation beginnt mit der Idee, durchläuft einen Prozess und hat als einziges Ziel ihre Umsetzung am Markt zu finden - also Ideenmanagement. Diskussionen zum klassischen Ideenmanagement beschäftigen sich aber oft mit Prämienfragen und Betriebsratsdiskussionen anstatt den Newcomern eine Lektion zu erteilen und zu zeigen, dass das Thema schon lange und erfolgreich vorangetrieben wird.

Ein ständiges Herausfordern und mutiges Experimentieren ist dringendst notwendig, um der gestiegenen Management Attention und der zunehemenden "Konkurrenz" voraus zu sein.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Singen lassen und engagiert sein!


Eine gute Strategie! 1. singen bis die Ideen sprudeln und 2. daran Arbeiten, dass Sie nicht zum Fliegen kommen. - Im Teil 1 engagiert sich das Ideenmanagement, Teil 2 überlassen die Ideenmanager oft den Gutachtenden.

Ideenmanagement-Abteilungen dürfen ihrer Zufriedenheit nicht mit schönen Plakaten, verlockenden Prämien und anderen Anreizen Genüge tun, sondern müssen sich im sorgfältigen Umgang mit Ideen engagieren!

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Stopp! den vermeintlich guten Ideen

Es ist etwas völlig anderes, Ideen zu haben als Ideen zu verkaufen! schreibt Seth Godin in seinem Blog.

Auch wenn jede Unternehmung, jede Abteilung und viele Experten nach neuen Ideen jagen, werden Ideen, die nicht von den Suchenden selbst stammen nur ungern als "gut" bezeichnet.

Viele Statistiken des Ideenmanagement leben von der Statistik eingereichter Ideen, denn die Statistik der umgesetzten - also der vermeintlich guten Ideen - sieht oft weniger rosig aus. Mit dem Ansatz eines kollaborativen Ideenmanagements werden Ideen vor der Entscheidphase bekannt und es lässt sich eine Fan-Community für eine Idee gewinnen. Positive Bewertungen und die breite Abstützung beeinflussen den Entscheid massgeblich.

Wird zudem dem Aspekt "Verkauf der Idee" noch berücksichtigt, steigt die Umsetzungsquote dramatisch und stärkt die Wirkung des Ideenmanagements für die Unternehmung.

Montag, 8. Dezember 2008

Jagt den Ideen-Dieb!

Mein Kurzreferat am Kundentag der target-soft.com zum Thema Enterprise 2.0 inspirierte mich selbst!

Web 2.0, Synonym für nutzergenerierte Inhalte und Medien und die Weisheit der Vielen, sind aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. Die Masse und das Potential daraus sind so gewaltig, dass unterschiedlichste visionäre Initiativen lanciert werden: Die Online Heilsarmee, Das Community Auto, Open-Innovation, Die Idee der Kunden, Die kollaborative Mode um nur ein paar zu nennen.

Warum sind die Drahtzieher solcher Projekte nicht im Ideenmanagement zu finden? Warum geschenen sie losgelöst von der Ideenmanagement-Abteilung - wenn überhaupt eine existiert? Und warum bewegen sich Ideenmanagement-Systeme kaum?

Ich wage zu behaupten, dass die Idee des Web 2.0 eine Erweiterung des Ideenmanagements ist. Also, wurde die Idee gestohlen! Anstatt über Prämien, Systeme und Prozessabläufe zu diskutieren schlage ich vor den Dieb zu jagen.

Donnerstag, 27. November 2008

Warum mit Ideenmanagement wenig Neues entsteht

Wie schafft man Kreativität?

Obwohl der Peter Kruse etwas kompliziert sein mag, sind seine Erklärungen, wie Kreativität entstehet sehr einleuchtend. Ein intelligentes System, also z.B. eine Unternehmung, setzt sich aus Kreativen, Wissenden und Netzwerkern zusammen. Wie sieht das in deinem Unternehmen aus? Wie ist dein Ideenmanagement aufgebaut.

Meine Erfahrung zeigt, dass klassische Ideenmanagement-Systeme oft nicht für Kreative taugen und Netzwerker kaum berücksichtigt werden. Ideenmanagement bleibt also oft in den Händen der Wissenden und es kann wenig Neues entstehen.

Mittwoch, 19. November 2008

Die Gutachter-Schizophrenie

Diskussionen, Gutachtende für ihre Arbeit als Fachwissende und Entscheider im Ideenmanagement zu motivieren, enden oft in Ratlosigkeit. Ist ihre Aufgabe nicht im Rahmen der Stellenbeschreibung festgehalten oder ist die Beurteilung von Ideen nicht in die Zielvereinbarungen eingebettet, hält sich ihr Engagement doch eher in Grenzen.

Teilweise muss man sich sogar fragen, ob überhaupt gesunder Menschenverstand hinter einem erledigten Gutachten vermutet werden darf. Ganz überrascht stelle ich immer wieder fest, dass im persönlichen Gespräch oft eine völlig andere Person vor mir steht, als ich nach dem Gelesenen zu erahnen gewagt hätte.

Ich nenne dieses Phänomen die Gutachter-Schizophrenie. Was liegt ihr zugrunde und weshalb entscheiden Gutachtende nicht grundsätzlich so, als ob die Firma ihnen gehörte?